Inhaltsverzeichnis
  1. Wichtige Erkenntnisse
  2. Was ist Barrierefreiheit bei E-Mails?
  3. WCAG für E-Mails: Stufen, Grundsätze und ihre Anwendung
  4. Einhaltung gesetzlicher Vorschriften: ADA, Sektion 508 und das Europäische Gesetz zur Barrierefreiheit
  5. Wer profitiert von barrierefreien E-Mails?
  6. Schritte zur Erstellung barrierefreier E-Mails
  7. Abschließend
  8. FAQ
Soziale Dimension
3 Tage

Die beste Hilfe für barrierefreie E-Mails: Der vollständige Leitfaden 2026

Autor
Hanna Kuznietsova
Hanna Kuznietsova Leiterin des Content-Teams bei Stripo
Zusammenfassen
Email accessibility best practices _ The complete guide 2026
Inhaltsverzeichnis
1.
Wichtige Erkenntnisse

Rufen Sie Ihre Mutter an und sagen Sie ihr, dass Sie absichtlich E-Mails verfasst haben, die sie nicht lesen kann. Genau das bedeutet es, wenn man Barrierefreiheit überspringt.

Ryan Phelan

Barrierefreiheit bei E-Mails ist ein echtes, weitreichendes Bedürfnis. E-Mails gehören nach wie vor zu den beliebtesten Kommunikationskanälen: 69% der Verbraucher weltweit geben an, dass dies ihre bevorzugte Art ist, von Marken zu hören. Gleichzeitig leidet laut der Weltgesundheitsorganisation jede sechste Person weltweit unter einer erheblichen Behinderung, die seine digitale Erfahrung beeinträchtigt. Das bedeutet, dass E-Mails barrierefrei sein sollten, damit jeder Ihre Nachrichten lesen, verstehen und darauf reagieren kann. Barrierefreiheit wird zudem in vielen Regionen zu einer gesetzlichen Anforderung. Zusammengenommen machen diese Faktoren die Barrierefreiheit von E-Mails nicht mehr zu einer Option, sondern zu einer Grundvoraussetzung für verantwortungsvolle digitale Kommunikation.

Wichtige Erkenntnisse

  1. WCAG 2.2 Level AA ist das praktische Ziel für E-Mail-Teams. Es ist der am häufigsten herangezogene Maßstab für digitale Barrierefreiheit und bietet Teams einen realistischen Standard zur Verbesserung von E-Mail-Texten, Design und Code.
  2. Barrierefreie E-Mails kommen sowohl Abonnenten als auch Unternehmen zugute. Abonnenten erhalten Nachrichten, die sie ohne Hindernisse lesen und mit denen sie interagieren können, während Unternehmen rechtliche und reputationsbezogene Risiken reduzieren, die Benutzerfreundlichkeit verbessern und vermeiden, Kunden versehentlich auszuschließen.
  3. Barrierefreiheit setzt voraus, dass Text, Design, Code und Tests aufeinander abgestimmt sind. Eine klare Sprache, aussagekräftige Alt-Texte, beschreibende Links, ein gut lesbares Design, semantischer Code, automatisierte Prüfungen, Tests mit Screenreadern, Tastaturnavigation und manuelle Überprüfungen tragen alle zu einer besseren Barrierefreiheit von E-Mails bei.

Was ist Barrierefreiheit bei E-Mails?

Barrierefreiheit bei E-Mails bedeutet, E-Mails so zu gestalten, dass alle Abonnenten sie lesen, verstehen, darin navigieren und mit ihnen interagieren können – einschließlich Menschen mit Behinderungen und solchen, die assistive Technologien wie Screenreader, Tastaturnavigation, Sprachsteuerung, Zoom-Tools oder Barrierefreiheitseinstellungen nutzen.

Dieses Thema wird bereits seit über 10 Jahren diskutiert, doch barrierefreie E-Mails sind noch lange nicht die Norm. Laut dem Barrierefreiheitsbericht 2025 des Email Markup Consortium wiesen 99,89% der getesteten HTML-E-Mails schwerwiegende oder kritische Barrierefreiheitsprobleme auf. Im Jahr 2024 lag dieser Wert bei 99,97%. Die prozentuale Veränderung mag gering erscheinen, zeigt aber dennoch einen leichten Fortschritt: Die Anzahl der E-Mails ohne schwerwiegende oder kritische Probleme stieg von 28 von 409.357 E-Mails im Jahr 2024 auf etwa 488 von 443.585 E-Mails im Jahr 2025.

Dieser Fortschritt ist zwar noch sehr begrenzt, zeigt aber, dass immer mehr Teams beginnen, auf Barrierefreiheit zu achten, und dass noch ein langer Weg vor uns liegt.

WCAG für E-Mails: Stufen, Grundsätze und ihre Anwendung

Accessibility Gesetze und Standards zur Barrierefreiheit stützen sich weltweit häufig auf die Web Content Accessibility Guidelines (WCAG). Die vom World Wide Web Consortium (W3C) entwickelten WCAG erläutern, wie digitale Inhalte für Menschen mit Behinderungen besser zugänglich gemacht werden können. WCAG 2.2, veröffentlicht im Jahr 2023, ist die neueste Version dieser Richtlinien und gilt heute als aktueller Maßstab für digitale Barrierefreiheit. Obwohl die WCAG selbst kein Gesetz sind, stützen sich viele Gesetze und Vorschriften zur Barrierefreiheit auf WCAG-basierte Anforderungen, um zu definieren, wie barrierefreie digitale Inhalte aussehen sollten.

Die WCAG basieren auf vier Kernprinzipien, bekannt als POUR:

  1. Wahrnehmbar: Menschen müssen in der Lage sein, auf die Informationen zuzugreifen, sei es visuell, akustisch oder mithilfe von assistiver Technologie. Beispielsweise sollte Text einen ausreichenden Kontrast zum Hintergrund aufweisen.
  2. Bedienbar: Menschen müssen in der Lage sein, die Inhalte zu nutzen und darin zu navigieren. Beispielsweise sollten interaktive Elemente funktionieren, ohne dass man sich ausschließlich auf eine Maus verlassen muss.
  3. Verständlich: Inhalte sollten klar, konsistent und vorhersehbar sein. Dazu gehören lesbarer Text, eine logische Struktur und vertraute Layouts.
  4. Robust: Inhalte sollten auf verschiedenen Geräten, E-Mail-Clients und assistiven Technologien, einschließlich Bildschirmleseprogrammen, zuverlässig funktionieren.

Diese Prinzipien bilden die Grundlage für die meisten Empfehlungen zur Barrierefreiheit. Jede praktische Richtlinie, vom Alt-Text über den Farbkontrast bis hin zur Tastaturnavigation, lässt sich auf eines oder mehrere dieser Prinzipien zurückführen.

Die WCAG definieren zudem drei Konformitätsstufen: A, AA und AAA.

  • stufe A deckt die grundlegendsten Anforderungen an die Barrierefreiheit ab. Sie trägt dazu bei, wesentliche Barrieren zu beseitigen, macht Inhalte jedoch für sich genommen nicht vollständig barrierefrei. So schreibt Stufe A beispielsweise vor, dass Farbe nicht das einzige Mittel zur Vermittlung von Bedeutung sein darf;
  • stufe AA ist die Stufe, auf die in Gesetzen, Standards und Richtlinien zur Barrierefreiheit am häufigsten Bezug genommen wird. Sie baut auf Stufe A auf und deckt ein breiteres Spektrum an Nutzerbedürfnissen ab. Für E-Mail-Teams ist WCAG 2.2 Stufe AA in der Regel das praktischste und empfohlene Ziel;
  • stufe AAA ist die höchste und fortgeschrittenste Stufe. Sie kann als Zielsetzung nützlich sein, insbesondere für bestimmte Elemente, ist jedoch in der Regel zu streng, um als Standardanforderung für jeden Inhalt angewendet zu werden.

In der Praxis reicht es nicht aus, nur Stufe A zu erfüllen. Die meisten Teams sollten Stufe AA anstreben, da diese eine solidere Grundlage für Barrierefreiheit bietet und besser auf die Barrierefreiheitsstandards für E-Mails abgestimmt ist.

Dies ist nicht nur für die Benutzererfahrung von Bedeutung, sondern auch für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. Weltweit stützen sich Gesetze und Richtlinien zur Barrierefreiheit zunehmend auf WCAG-basierte Standards, um festzulegen, wie barrierefreie digitale Inhalte aussehen sollten.

Einhaltung gesetzlicher Vorschriften: ADA, Sektion 508 und das Europäische Gesetz zur Barrierefreiheit

Da sich die gesetzlichen Anforderungen je nach Land, Branche und Art der Organisation unterscheiden, stellt dieser Abschnitt keine Rechtsberatung dar. Die Richtung ist jedoch klar: Digitale Barrierefreiheit wird in immer mehr Regionen zu einer formellen Anforderung, und E-Mails können Teil dieses Ökosystems der digitalen Kommunikation sein.

Hier sind die wichtigsten Vorschriften, die E-Mail-Teams kennen sollten:

  1. Abschnitt 508: Abschnitt 508 gilt für US-Bundesbehörden und schreibt vor, dass deren Informations- und Kommunikationstechnologie für Menschen mit Behinderungen zugänglich sein muss, einschließlich Mitarbeiter und Mitglieder der Öffentlichkeit. Dies kann offizielle digitale Kommunikation, interne Systeme, Dokumente und E-Mail-Nachrichten umfassen.
  2. Amerikaner mit Einschränkungen Akt (ADA/AMEA): In den USA verbietet der ADA die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen, und digitale Barrierefreiheit wird zunehmend als Teil des gleichberechtigten Zugangs zu öffentlichen Dienstleistungen und Online-Erlebnissen betrachtet. Die ADA-Vorschrift des DOJ für Titel II aus dem Jahr 2024 verlangt, dass Webinhalte und mobile Apps von staatlichen und lokalen Behörden die WCAG 2.1 Stufe AA erfüllen.  
  3. Europäischer Barrierefreiheits Akt (EAA/EBA): Der EAA/EBA legt Barrierefreiheitsanforderungen für viele auf dem EU-Markt angebotene Produkte und Dienstleistungen fest. Seit dem 28. Juni 2025 müssen betroffene Unternehmen Barrierefreiheitsverpflichtungen erfüllen, wobei technische Standards wie EN 301 549 stark auf den WCAG basieren. 
  4. Barrierefreies Kanada Act (ACA/BKA): Der ACA(/BKA) zielt darauf ab, Barrieren für die Barrierefreiheit in allen unter Bundesaufsicht stehenden Organisationen in Kanada zu identifizieren, zu beseitigen und zu verhindern. Seine Vorschriften sehen Strafen vor, die sich nach der Schwere der Nichteinhaltung richten, wobei schwerwiegendere Verstöße mit höheren Strafen gehandhabt werden.
  5. Gleichwertigkeit Akt 2010: Im Vereinigten Königreich verpflichtet der Equality Act 2010 Dienstleister dazu, angemessene Anpassungen vorzunehmen, damit Menschen mit Behinderungen nicht vom Zugang zu Dienstleistungen ausgeschlossen werden. Im Bereich der digitalen Erlebnisse werden die WCAG häufig als praktischer Maßstab für die Erfüllung von Barrierefreiheitsanforderungen herangezogen.

Die Einhaltung von Vorschriften ist ein Grund, sich um Barrierefreiheit zu kümmern, sollte aber nicht der einzige sein. Bei barrierefreien E-Mails geht es letztlich um Menschen: um die Abonnenten, die Informationen barrierefrei erhalten müssen, und um die Unternehmen, die möchten, dass ihre Botschaften das gesamte Publikum erreichen und bedienen.

Wer profitiert von barrierefreien E-Mails?

Barrierefreie E-Mails schaffen einen Mehrwert für alle Beteiligten. Abonnenten erhalten Nachrichten, die sie ohne Barrieren lesen, verstehen und nutzen können. Unternehmen profitieren von einer stärkeren Kommunikation, weniger vermeidbaren Risiken und einer besseren Chance, das gesamte Zielpublikum zu erreichen, das sie ansprechen wollten.

1. Ihre Abonnenten profitieren von barrierefreien E-Mails

Wenn Sie Standards für die Barrierefreiheit von HTML-E-Mails einhalten, können diese von Menschen gelesen, verstanden und genutzt werden, die zuvor davon ausgeschlossen waren:

  • weltweit leiden 2,2 Milliarden Menschen an einer Form von Sehbehinderung;
  • 45 Millionen Menschen sind vollständig blind;
  • rund 340 Millionen Menschen sind farbenblind (etwa 1 von 12 Männern und 1 von 200 Frauen);
  • 1,2 Milliarden Menschen leben mit Legasthenie live with dyslexia (15% der Weltbevölkerung), was sich auf ihre Lese- und Textverarbeitungsfähigkeiten auswirkt;
  • 430 Millionen Menschen leben mit einem behindernden Hörverlust;
  • etwa 5% der Menschen mit Epilepsie leiden an photosensitiver Epilepsie, bei der blinkende Inhalte Anfälle auslösen können;
  • 12,2% der US-Bevölkerung haben sehr erhebliche motorische Einschränkungen;
  • viele weitere erleben situationsbedingte oder vorübergehende Einschränkungen, wie Verletzungen oder altersbedingte Veränderungen.

2. Unternehmen profitieren ebenfalls

Wenn Barrierefreiheit zur Selbstverständlichkeit wird, helfen E-Mails Marken nicht nur dabei, rechtliche und rufschädigende Risiken zu vermeiden. Sie werden leichter lesbar, leichter verständlich und erleichtern das Handeln. Das ist entscheidend für die Geschäftsleistung. Wenn Abonnenten Ihre Botschaft klar verstehen, der Struktur folgen, auf den richtigen Link klicken und die beabsichtigte Aktion ausführen können, haben Ihre E-Mails bessere Chancen, das Engagement und die Konversionsrate zu steigern.

Finanzunternehmen, mit denen ich zusammenarbeite, verzeichnen nach der Verbesserung der Barrierefreiheit einen Anstieg aller Kennzahlen. Außerdem vermeiden sie Rechtsstreitigkeiten und erhalten sogar Rückmeldungen wie: „Ihre E-Mails sind leicht zu lesen.“

Ryan Phelan

Ryan Phelan,

CEO von RPEOrigin in seinem Webinar mit Stripo.

Barrierefreiheit hilft Unternehmen auch dabei, Kunden nicht versehentlich auszuschließen. Menschen mit Behinderungen sind Abonnenten, Kunden, Mitarbeiter und Entscheidungsträger. Wenn E-Mails nicht barrierefrei sind, erschweren Marken es möglicherweise unbeabsichtigt einem Teil ihrer Zielgruppe, Nachrichten zu lesen, Angebote zu verstehen oder Maßnahmen zu ergreifen.

Der Markt für Menschen mit Behinderungen verfügt weltweit über ein jährliches verfügbares Einkommen von über 13 Billionen US-Dollar.

Mike Paciello

Mike Paciello,

Chef Barrierefreiheits-Offizier bei AudioEye in seinem Interview für Stripo.

Zu verstehen, warum Barrierefreiheit wichtig ist, ist nur der erste Schritt. Der nächste Schritt besteht darin, dies in einen standardisierten Prozess zur Erstellung von E-Mails umzusetzen: von den Texten, die Sie verfassen, bis hin zum Code, den Ihr E-Mail-Generator oder Entwickler erstellt.

Schritte zur Erstellung barrierefreier E-Mails

Nachdem wir nun die Standards, den rechtlichen Kontext und den geschäftlichen Nutzen behandelt haben, wollen wir von der Theorie zur Praxis übergehen. Barrierefreie E-Mails entstehen durch die Zusammenarbeit von Textern, Designern, Programmierern und Testern. Es reicht nicht aus, sich nur auf einen Bereich zu konzentrieren, wie zum Beispiel Farbkontrast oder Alt-Text, da verschiedene Barrieren die Abonnenten auf unterschiedliche Weise beeinträchtigen. 

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So machen Sie es:

Schritt 1. Barrierefreie E-Mail-Texte verfassen

Betroffene Einschränkungen: Sehbehinderungen sowie kognitive, Lern- und neurologische Behinderungen.

Richtlinien für barrierefreien Text umfassen:

  • verfassen Sie prägnante Texte, damit die Empfänger Ihren Standpunkt schnell erfassen können, ohne lange Texte lesen zu müssen;
  • verwenden Sie eine einfache Sprache, die ein Schüler der 7 Bis 8 Klasse leicht verstehen kann. Vermeiden Sie komplexe Fachsprache oder akademische Begriffe;
  • stellen Sie den Zeilenabstand auf etwa 150 % ein;
  • gliedern Sie Ihren Inhalt in Abschnitte mit klaren Zwischenüberschriften, damit Ihre E-Mails leichter zu überfliegen sind;
  • verwenden Sie Überschriften, anstatt nur größere Schriftarten zu nutzen.

Schritt 2. Optimierung von Alt-Texten 

Betroffene Einschränkungen: Alt-Texte sind besonders wichtig für Nutzer von Screenreadern, helfen aber auch, wenn Bilder blockiert sind, nur langsam geladen werden oder nicht verfügbar sind.

Zunächst möchten wir den Unterschied zwischen dem Alt-Attribut und dem Alt-Text erläutern:

  • das Alt-Attribut ist das HTML-Attribut, das innerhalb des Bild-Elements verwendet wird;
  • alt-Text ist der Inhalt, der in das Alt-Attribut eingefügt wird.

Obwohl diese Begriffe oft synonym verwendet werden, unterscheiden sie sich voneinander.

Wir zeigen Ihnen, was passiert, wenn kein alt-Attribut vorhanden ist:

  • personen, die Bildschirmleseprogramme verwenden, hören den Dateinamen, wenn das Bild nicht verlinkt ist, oder die Bild-URL, wenn das Bild verlinkt ist;
  • alle Nutzer haben keine Ahnung, worum es in dem Bild geht, wenn das Bild blockiert ist.

Beste Hilfe für Barrierefreiheit _ Verwendung von ALT-Text für Bilder

(Quelle: Webinar mit Sarah Gallardo)

Zu den besten Hilfestellungen für Alternativtext gehören:

  • fügen Sie Alt-Texte nur zu aussagekräftigen Bildern hinzu und vermeiden Sie es, sie bei rein dekorativen Bildern zu verwenden;
  • berücksichtigen Sie sowohl den Inhalt als auch den Kontext des Bildes;
  • stellen Sie sicher, dass Ihr Alt-Text vermittelt, was das Bild darstellt;
  • streben Sie einen beschreibenden und dennoch prägnanten Alt-Text an;
  • halten Sie den Alt-Text prägnant, idealerweise etwa 100–120 Zeichen, damit er leicht verständlich bleibt;
  • verzichten Sie auf Formulierungen wie „Dieses Bild handelt von“, da Screenreader bereits auf das Vorhandensein eines Bildes hinweisen;
  • verwenden Sie Groß- und Kleinschreibung wie in Sätzen oder Titeln und vermeiden Sie Großbuchstaben;
  • sorgen Sie für einen guten Kontrast zwischen dem Alt-Text und dem Hintergrund, um die visuelle Klarheit zu gewährleisten.

Schlechtes Beispiel: Hemd.

Gutes Beispiel: Weißes Langarmhemd für Herren mit blauen Knöpfen.

Bitte beachten Sie, dass Sie in Stripo KI zur Generierung von Alt-Text nutzen können. Die KI von Stripo analysiert Ihr Bild und schlägt einen aussagekräftigen, spezifischen Alt-Text dafür vor.

Erstellen von ALT-Texten mit Stripo zur Verbesserung der Barrierefreiheit von E-Mails

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Schritt 3. Links barrierefrei gestalten

Betroffene Einschränkungen: Unterstützt Nutzer von Bildschirmleseprogrammen und Menschen mit motorischen Einschränkungen.

Zu den Best Practices für barrierefreie Links gehören:

  • halten Sie sich an eine bewusste Verlinkungsstrategie: Fügen Sie nur Links zu wesentlichen Bildern hinzu und vermeiden Sie Links zu dekorativen Bildern;
  • verwenden Sie beschreibenden Linktext, um klar anzugeben, wohin der Link führt, und vermeiden Sie allgemeine Formulierungen wie „Mehr erfahren“ oder „Hier klicken“;
  • stellen Sie sicher, dass der Alt-Text für verlinkte Bilder das Ziel des Links beschreibt;
  • stellen Sie sicher, dass Links durch Formatierungsmethoden wie Unterstreichung oder Fettdruck hervorgehoben werden, anstatt sich ausschließlich auf Farbe zu verlassen;
  • fassen Sie Links nach Möglichkeit in Call-to-Action-Buttons ein, um Menschen mit Sehbehinderungen oder motorischen Einschränkungen beim Anklicken zu unterstützen.

Bitte beachten Sie, dass der Barrierefreiheits-Checker von Stripo Ihnen bei der Überprüfung Ihrer Links helfen kann. Er erkennt nicht-beschreibenden Linktext und ermöglicht es Ihnen, mit KI in Sekundenschnelle klarere, barrierefreiere Linkbeschreibungen zu generieren.

Optimierung der Linkbeschreibung mit dem Stripo-Barrierefreiheits-Checker

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Schritt 4. Optimierung des E-Mail-Designs im Hinblick auf Barrierefreiheit

Barrierefreiheit muss von Anfang an in den Designprozess einbezogen werden.

Luke Glasner

Luke Glasner,

Leiter für E-Mail-Zustellbarkeit bei ZeroBounce für Stripo’s Email Trends 2026.

Aufgrund seiner Komplexität ist dieser Schritt in mehrere Gruppen unterteilt.

Gruppe 1. Richtlinien zur Barrierefreiheit bei der Textformatierung

Betroffene Einschränkungen: Menschen mit Sehbehinderungen, Nutzer von Bildschirmleseprogrammen und Menschen mit Legasthenie.

  • vermeiden Sie die Verwendung von Großbuchstaben, da diese von Menschen mit Legasthenie falsch interpretiert werden können und Bildschirmleseprogramme sie als Abkürzungen lesen könnten;
  • fügen Sie am Ende von Aufzählungszeichen und Überschriften Satzzeichen ein;
  • minimize the use of italics and underline for emphasis; avoid underline italics entirely; Verwenden Sie Kursivschrift und Unterstreichungen zur Hervorhebung nur in Maßen; vermeiden Sie die Kombination aus Unterstreichung und Kursivschrift vollständig;
  • unterstreichen Sie Text nur, wenn es sich um einen Hyperlink handelt;
  • die WCAG geben keine Mindestschriftgröße vor. Für eine bessere Lesbarkeit sollten Sie jedoch mindestens 14 px auf dem Desktop und 16 px auf Mobilgeräten anstreben;
  • verwenden Sie barrierefreie Schriftarten wie OpenDyslexic, Comic Sans und serifenlose Optionen wie Arial, Verdana, Tahoma, Century Gothic, Trebuchet, Calibri und Open Sans;
  • richten Sie den Fließtext an der Leserichtung der Sprache aus: linksbündig für Sprachen, die von links nach rechts gelesen werden, und rechtsbündig für Sprachen, die von rechts nach links gelesen werden. Vermeiden Sie zentrierten Fließtext, Blocksatz und manuelle Zeilenumbrüche.

Obwohl das Erfolgskriterium 1.4.8 (AAA-Konformität) dies zulässt, empfiehlt es sich aus den genannten Gründen, Blocksatz zu vermeiden. Richten Sie den Text nur einseitig aus.

David Gevorkian

David Gevorkian,

CEO / Gründer von Be Accessible.

Gruppe 2. Mit Farben arbeiten

Betroffene Einschränkungen: Menschen mit Farbenblindheit, Sehbehinderung und Legasthenie.

  • stellen Sie einen ausreichenden Farbkontrast zwischen Text und Bildern sicher: Bei Texten unter 16 px (fett) und 24 px (normal) sollte er 4,5:1 betragen, bei Texten darüber 3:1;
  • überprüfen Sie dies sowohl im hellen als auch im dunklen Modus;
  • verwenden Sie einfarbige Hintergründe;
  • dies ist keine spezifische Anforderung der WCAG 2.2, wird jedoch von der British Dyslexia Association empfohlen: Reines schwarzer Text auf reinem weißen Hintergrund kann für manche Leser mit Legasthenie zu anstrengend sein. Verwenden Sie stattdessen dunklen Text auf cremefarbenem Hintergrund;
  • vermeiden Sie es, wichtige Informationen in E-Mails allein durch Farben hervorzuheben;
  • wenn Sie Bilder verwenden, um richtige oder falsche Antworten (mit Rot bzw. Grün) oder Trends in Zahlen darzustellen, ergänzen Sie diese zur besseren Verständlichkeit mit Textbeschreibungen oder „+“- und „-“-Zeichen.

(Quelle: E-Mail von HubSpot)

Group 3. Arbeit mit Bildmaterial

Betroffene Einschränkungen: Menschen mit Farbenblindheit, Sehbehinderung, Legasthenie und photosensitiver Epilepsie. 

Es geht um GIFs und Bilder: 

  • verwenden Sie GIFs mit maximal drei Blinksignalen pro Sekunde;
  • verwenden Sie pro Bildschirm nur ein animiertes Bild (GIF);
  • halten Sie den zuvor beschriebenen Farbkontrast ein;
  • fügen Sie aussagekräftigen Alternativtext für Bilder hinzu. Bei GIFs, die Anweisungen oder wichtige Informationen vermitteln, fügen Sie unterhalb des GIFs zusätzliche Beschreibungen hinzu.

Schritt 5. Erfüllung der Barrierefreiheitsanforderungen im E-Mail-Code

Betroffene Einschränkungen: Unterstützt Nutzer von Bildschirmleseprogrammen und anderen Arten von assistiver Technologie.

Barrierefreie E-Mails beginnen mit dem Code. Wenn der Code nicht richtig strukturiert ist, können Nutzer von Bildschirmleseprogrammen, Tastaturnavigation oder anderen assistiven Technologien Schwierigkeiten haben, auf die Nachricht zuzugreifen, selbst wenn die E-Mail optisch ansprechend gestaltet ist.

  • verwenden Sie Absatz-Tags für den Fließtext: Umschließen Sie aussagekräftige Textblöcke mit <p>-Tags, damit die E-Mail eine klare Lesestruktur aufweist;
  • verwenden Sie echte Überschriften-Tags: <h1>–<h6> -Tags, um den Inhalt zu strukturieren und Screenreader-Nutzern die Navigation durch die E-Mail zu erleichtern;
  • codieren Sie Listen korrekt: Verwenden Sie echte <ul> und <li>-Elemente anstelle von rein visuellen Aufzählungszeichen, Emojis oder Symbolen;
  • behandeln Sie Layout-Tabellen korrekt: Da HTML-E-Mails für eine konsistente Darstellung oft auf Tabellen angewiesen sind, stellen Sie sicher, dass Layout-Tabellen mit role="presentation" oder role="none“ gekennzeichnet sind, damit Screenreader sie nicht als Datentabellen behandeln;
  • fügen Sie korrekte Alt-Attribute hinzu: Verwenden Sie aussagekräftigen Alt-Text für informative Bilder und leere  alt=""-Attribute für dekorative Bilder;
  • machen Sie Links für assistive Technologien lesbar: Jedes <a>-Tag sollte einen klaren, erkennbaren Text enthalten. Vermeiden Sie leere Links oder reine Bildlinks ohne Alternativen. Wenn ein Bild verlinkt ist, stellen Sie aussagekräftigen Alt-Text, sichtbaren oder versteckten Linktext oder ein aria-label bereit;
  • verlinken Sie Bilder gezielt: Fügen Sie Links nur zu Bildern hinzu, die anklickbar sein müssen. Vermeiden Sie es, dekorative Bilder zu verlinken, da dies für Nutzer von Screenreadern zusätzliche Störsignale verursachen kann;
  • stellen Sie die richtige Sprache ein: Fügen Sie das lang-Attribut zu <html> und direkten Nachkommen von <body> hinzu; diese Redundanz ist notwendig, da einige E-Mail-Clients es möglicherweise aus dem <html> -Element entfernen. Verwenden Sie nach Möglichkeit den richtigen Sprachcode; wenn die Sprache unbekannt ist, verwenden Sie lang="und" als Fallback;
  • umschließen Sie Inhalte innerhalb von <body> mit einem dir-Attribut für die Sprachrichtung.

Stripo hilft dabei, viele code-bezogene Barrierefreiheitsrisiken zu reduzieren, indem es strukturierten E-Mail-Code generiert und wichtige Einstellungen wie Sprache, Textrichtung, alt-Attribute und barrierefreie Links unterstützt. Teams sollten die endgültige E-Mail jedoch trotzdem überprüfen, da die Barrierefreiheit auch von den Inhalten, dem Design und den während der Produktion hinzugefügten Links abhängt.

Schritt 6. Überprüfen, ob Ihre E-Mails den HTML-E-Mail-Barrierefreiheitsstandards entsprechen

Du musst dein eigenes Hundefutter essen. Das bedeutet, dass Sie das Ergebnis testen müssen.

Mike Paciello

Mike Paciello,

Leiter für E-Mail-Zustellbarkeit @ AudioEye | Gründer, VP, Direktor, Autor, Mentor.

Selbst wenn Sie beim Verfassen, Gestalten und Programmieren Ihrer E-Mail alle Richtlinien zur Barrierefreiheit befolgen, müssen Sie das Endergebnis dennoch testen. Probleme mit der Barrierefreiheit treten oft erst in der letzten Phase auf: Einem Bild fehlt möglicherweise der Alt-Text, ein Link klingt außerhalb des Kontexts unklar, der Farbkontrast kann nach einer Designaktualisierung nicht mehr stimmen oder der E-Mail-Code kann sich beim Exportieren ändern.

Deshalb sollten Tests zur Barrierefreiheit fester Bestandteil Ihres Vorbereitungsprozesses vor dem Versand sein und nicht nur gelegentlich durchgeführt werden.

Verwenden Sie eine Kombination aus verschiedenen Testmethoden:

  1. Automatisierte Barrierefreiheitsprüfungen: Verwenden Sie Barrierefreiheits-Tools, um Ihre E-Mail auf häufige Probleme zu überprüfen, wie fehlenden Alt-Text, fehlende Sprachattribute, falsche Struktur, schlechten Farbkontrast und Code-Probleme, die sich auf assistive Technologien auswirken können.
  2. Screenreader-Tests: Öffnen Sie die E-Mail mit einem Screenreader wie VoiceOver, NVDA, Narrator oder TalkBack. Überprüfen Sie, ob die Lesereihenfolge sinnvoll ist, Bilder und Links klar angesagt werden, Überschriften die Navigation erleichtern und der CTA ohne visuellen Kontext verständlich ist.
  3. Tastaturnavigationstests: Navigieren Sie durch die E-Mail, ohne eine Maus zu verwenden. Überprüfen Sie, ob Links, Schaltflächen und interaktive Elemente erreichbar und nutzbar sind und einer logischen Reihenfolge folgen.
  4. Manuelle Überprüfung: Lesen Sie die E-Mail so durch, wie es ein Abonnent tun würde. Prüfen Sie, ob die Nachricht klar verständlich ist, die Abschnitte leicht zu überfliegen sind, die Links aussagekräftig sind, Bilder gegebenenfalls aussagekräftigen oder leeren Alt-Text enthalten und die Hauptaktion leicht zu verstehen ist. Bei messbaren Aspekten wie dem Farbkontrast sollten Sie ein spezielles Tool verwenden, anstatt sich auf das bloße Auge zu verlassen.

Wir haben einen detaillierten Leitfaden zu Tools für die Barrierefreiheitstests von E-Mails erstellt, in dem wir Lösungen zur Überprüfung von Codestruktur, Alt-Text, Links, Kontrast, Farbenblindheit, Risiken bei Lichtempfindlichkeit, Kompatibilität mit Screenreadern und der allgemeinen Barrierefreiheitsqualität behandeln.

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Schritt 7. Verwendung einer manuellen Checkliste zur Barrierefreiheit vor dem Versand

Auch nach automatisierten Prüfungen und toolbasierten Tests ist eine abschließende manuelle Überprüfung nach wie vor wichtig. Tools können zwar viele technische Probleme erkennen, aber sie können nicht immer beurteilen, ob die E-Mail für einen echten Abonnenten klar, logisch und benutzerfreundlich wirkt.

In diesem Leitfaden haben wir Empfehlungen zur Barrierefreiheit für E-Mail-Texte, Design, Code, Links, Bilder und Tests behandelt. Um die abschließende Überprüfung zu vereinfachen, haben wir die wichtigsten Punkte in einer praktischen Checkliste zusammengefasst. Sie können diese vor dem Versand einer Kampagne verwenden oder sie als internen Qualitätssicherungsschritt für Ihr Team nutzen.

1. Struktur und Code

Stellen Sie sicher, dass Ihre E-Mail-Struktur von Screenreadern und anderen assistiven Technologien verstanden werden kann:

  • legen Sie das richtige lang-Attribut für <html> und, wo sinnvoll, für wichtige Inhaltscontainer fest, da einige E-Mail-Clients Attribute aus dem Stammelement entfernen können;
  • legen Sie dir für <html> und <body> fest, damit assistive Technologien den Text in der richtigen Lesereihenfolge darstellen können;
  • vermeiden Sie nach Möglichkeit die Verwendung von Tabellen für das Layout. Wenn eine Layout-Tabelle notwendig ist, fügen Sie role="presentation" oder role="none" zum <table>-Element hinzu;
  • verwenden Sie Überschriften-Tags <h1> bis <h6>, um die Inhaltshierarchie darzustellen und den Benutzern die Navigation in der E-Mail zu erleichtern;
  • umschließen Sie jeden aussagekräftigen Textblock mit einem <p>-Tag, um eine klare Lesestruktur zu schaffen;
  • verwenden Sie echte Listenelemente wie <ul>, <ol>, und <li> anstelle von rein visuellen Aufzählungszeichen oder Emojis;
  • fügen Sie informativen Bildern aussagekräftigen alt-Text hinzu und verwenden Sie für dekorative Bilder einen leeren alt="";
  • fügen Sie Links nur dort ein, wo sie die Benutzerführung unterstützen. Verlinken Sie keine dekorativen Bilder;
  • stellen Sie sicher, dass jeder Link einen klaren, erkennbaren Text hat. Lassen Sie Links nicht leer und verlassen Sie sich nicht allein auf ein Bild, es sei denn, es verfügt über aussagekräftigen Alt-Text oder eine andere barrierefreie Beschriftung.

2. Inhalt und Bedeutung

Stellen Sie sicher, dass der Inhalt leicht verständlich ist und nicht allein von visuellen Elementen abhängt:

  • verfassen Sie aussagekräftigen Alt-Text, der den Zweck des Bildes klar beschreibt. Halten Sie ihn unter 100–120 Zeichen;
  • verwenden Sie CTA-Text, der den Nutzern mitteilt, was als Nächstes geschieht, anstatt vager Formulierungen wie „Hier klicken“;
  • halten Sie Sätze kurz, klar und leicht verständlich;
  • gliedern Sie Inhalte in Abschnitte mit aussagekräftigen Überschriften;
  • stellen Sie Transkripte für Audioinhalte, Bildunterschriften oder Untertitel für Videos sowie aussagekräftige beschreibende Alt-Texte für GIFs bereit;
  • fügen Sie Textbeschriftungen, Symbole oder andere Hinweise hinzu.

3. Visuelles Design und Lesbarkeit

Stellen Sie sicher, dass die E-Mail angenehm zu lesen ist und eine intuitive Interaktion ermöglicht:

  • verwenden Sie ein Kontrastverhältnis von mindestens 4,5:1 für normalen Text und 3:1 für großen Text;
  • testen Sie Ihre Farbpalette mit Simulatoren für Farbenblindheit;
  • vermeiden Sie blinkende oder sich schnell bewegende Inhalte. Halten Sie die Blinkfrequenz unter 3 Mal pro Sekunde und verwenden Sie nicht mehr als ein animiertes Element pro Bildschirm, einschließlich GIFs;
  • vermeiden Sie lange Passagen in Kursivschrift, Großbuchstaben oder unterstrichenem Text, der kein Link ist;
  • verwenden Sie barrierefreie Schriftfamilien wie Arial, Verdana, Tahoma, Trebuchet, Calibri, Open Sans oder OpenDyslexic;
  • die WCAG geben keine Mindestschriftgröße vor. Für eine bessere Lesbarkeit sollten Sie jedoch mindestens 14 px auf dem Desktop und 16 px auf Mobilgeräten anstreben;
  • verwenden Sie einen Zeilenabstand von etwa 1,5 für den Fließtext;
  • verwenden Sie einfarbige, einfarbige Hintergründe hinter dem Text. Vermeiden Sie Muster oder Bilder hinter dem Text;
  • gestalten Sie Schaltflächen gut sichtbar und groß genug, um sie bequem anzutippen, idealerweise mindestens 44 × 44 px;
  • heben Sie Links optisch hervor, ohne sich ausschließlich auf die Farbe zu verlassen. Unterstreichungen sind oft die deutlichste Option;
  • richten Sie den Fließtext entsprechend der Leserichtung der Sprache aus: linksbündig für Sprachen, die von links nach rechts gelesen werden, und rechtsbündig für Sprachen, die von rechts nach links gelesen werden. Vermeiden Sie zentrierten Fließtext und Blocksatz;
  • ziehen Sie sanftere Farbkombinationen in Betracht, wie beispielsweise dunkelgrauen Text auf cremefarbenem Hintergrund, da diese für manche Leser angenehmer sein können als kontrastreiches Schwarz auf strahlendem Weiß.

Schritt 8. Langfristige Gewährleistung der Barrierefreiheit von E-Mails

Barrierefreiheit ist nicht nach einem einzigen Audit oder einem erfolgreichen Test gewährleistet. E-Mail-Vorlagen ändern sich, Markenstile entwickeln sich weiter, neue Module kommen hinzu und E-Mail-Clients aktualisieren ihre Darstellungsregeln. Das bedeutet, dass eine E-Mail, die gestern noch einwandfrei funktionierte, später Probleme hinsichtlich der Barrierefreiheit aufweisen kann.

Um die Barrierefreiheit zu gewährleisten, integrieren Sie sie in Ihren regulären E-Mail-Workflow:

  • überprüfen Sie Master-Vorlagen und wiederverwendbare Module regelmäßig;
  • aktualisieren Sie Alt-Text, Links und Überschriften, wenn sich Inhalte ändern;
  • überprüfen Sie die Barrierefreiheit nach Design-Updates, Rebranding oder der Neugestaltung von Vorlagen;
  • dokumentieren Sie Barrierefreiheitsregeln für alle, die an der E-Mail-Produktion beteiligt sind;
  • schulen Sie Marketingfachleute, Designer und Entwickler darin, dieselben Standards einzuhalten.

Barrierefreiheit funktioniert am besten, wenn sie zu einer gemeinsamen Gewohnheit wird und nicht zu einer Last-Minute-Korrektur. Das Ziel ist es, jede zukünftige E-Mail standardmäßig leichter lesbar, verständlicher, übersichtlicher und interaktiver zu gestalten.

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Abschließend

Barrierefreiheit im E-Mail-Bereich ist keine Kleinigkeit, die man vor dem Versand einfach abhaken kann. Es ist ein ganzheitlicher Ansatz für die E-Mail-Erstellung, der Text, Design, Code, Tests und die Tools, die Ihr Team täglich nutzt, umfasst.

Wenn E-Mails barrierefrei sind, können mehr Abonnenten Ihre Nachricht lesen, Ihr Angebot verstehen, der Struktur folgen, auf den richtigen Link klicken und die beabsichtigte Aktion ausführen. Das verbessert das Erlebnis für Menschen mit Behinderungen und macht Ihre E-Mails zudem für alle klarer und benutzerfreundlicher.

Barrierefreiheit ist zudem ein fortlaufender Prozess. Standards ändern sich, E-Mail-Clients verhalten sich unterschiedlich, und schon kleine Änderungen am Design oder Inhalt können neue Probleme verursachen. Deshalb besteht das Ziel nicht darin, einmalig eine perfekte E-Mail zu erstellen. Das Ziel ist es, Barrierefreiheit in Ihren Arbeitsablauf zu integrieren, damit jede Kampagne standardmäßig leichter lesbar, benutzerfreundlicher und inklusiver wird.

Im Folgenden finden Sie einige häufig gestellte Fragen, die E-Mail-Teams oft stellen, wenn sie beginnen, mit Barrierefreiheitsstandards und Testabläufen zu arbeiten.

FAQ

1. Beeinflusst die Barrierefreiheit von E-Mails die Zustellbarkeit?

Ja, aber meist indirekt. Barrierefreiheit ist kein eigenständiger Faktor für die Zustellbarkeit, aber viele von den besten Hilfen für die Barrierefreiheit von E-Mails überschneiden sich mit guten Standards für die E-Mail-Qualität.

Aussagekräftiger Alt-Text und eine klare Struktur helfen sowohl Abonnenten als auch automatisierten Systemen, Ihre E-Mail zu verstehen. Sie reduzieren zudem häufige Probleme wie reine Bildlayouts, fehlerhafte Darstellung oder verdächtig aussehenden Code.

Barrierefreiheit kann auch das Engagement verbessern. Wenn mehr Menschen Ihre E-Mails lesen und mit ihnen interagieren können, kann dies im Laufe der Zeit zu einer besseren Absenderreputation beitragen.

Fazit: Barrierefreie E-Mails garantieren zwar keine Platzierung im Posteingang, können aber die Zustellbarkeit verbessern, indem sie E-Mails übersichtlicher, leichter zu verarbeiten und für Abonnenten nützlicher machen. 

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2. Wie teste ich die Barrierefreiheit von E-Mails ohne Screenreader?

Ein Screenreader-Test ist nach wie vor sehr empfehlenswert, da er zeigt, wie echte Abonnenten Ihre E-Mail wahrnehmen könnten. Auf den meisten Geräten sind integrierte Screenreader verfügbar, wie beispielsweise VoiceOver auf Apple-Geräten, Narrator unter Windows und TalkBack auf Android-Geräten.

Sollten Sie jedoch zu diesem Zeitpunkt keinen Screenreader-Test durchführen können, nutzen Sie Tools zur Barrierefreiheitstestung, um zu überprüfen, ob Ihre E-Mail technisch für Screenreader vorbereitet ist. Diese Tools können dabei helfen, Probleme in der Codestruktur, fehlenden oder unklaren Alt-Text, nicht beschreibende Links, fehlende Sprachattribute, eine falsche Überschriftenstruktur und andere Probleme zu erkennen, die sich darauf auswirken können, wie assistive Technologien Ihre E-Mail lesen.

Sie können vor dem Versenden auch eine Barrierefreiheitsprüfung in Stripo durchführen. Diese prüft sowohl technische als auch visuelle Barrierefreiheitsprobleme, darunter Codestruktur, Alt-Text, Linktext, Spracheinstellungen, Farbkontrast und mehr.

Der beste Ansatz ist eine Kombination aus automatisierten Tests, einer manuellen Barrierefreiheits-Checkliste und, wenn möglich, einem Screenreader-Test. Automatisierte Tools können viele Probleme erkennen, aber sie können das Testen des tatsächlichen Leseerlebnisses nicht vollständig ersetzen.  

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3. Welchen WCAG-Standard sollte meine E-Mail erfüllen?

Ihre E-Mail sollte darauf abzielen, WCAG 2.2 Level AA zu erfüllen, da Level AA der am weitesten verbreitete Maßstab für die Barrierefreiheit digitaler Inhalte und E-Mails ist und in Gesetzen, Standards und Richtlinien zur Barrierefreiheit am häufigsten herangezogen wird.

Es definiert drei Konformitätsstufen: A, AA und AAA. Stufe A deckt die Mindestanforderungen an die Barrierefreiheit ab, während Stufe AA für die meisten Teams das praktische Ziel darstellt, da sie ein breiteres Spektrum an Nutzerbedürfnissen abdeckt und für die tägliche E-Mail-Erstellung realistisch ist.

Stufe AAA ist ein fortgeschrittenes Barrierefreiheitsziel. Es lohnt sich, dieses Ziel nach Möglichkeit anzustreben, insbesondere für bestimmte Elemente, aber es wird in der Regel nicht als Standardanforderung für jede E-Mail erwartet.

Der Barrierefreiheits-Checker von Stripo soll Teams dabei helfen, vor dem Versand zu überprüfen, ob ihre E-Mails den Barrierefreiheitsstandards für E-Mails gemäß WCAG 2.2 Stufe AA entsprechen und strengere Richtlinien zur E-Mail Barrierefreiheit befolgen.

4. Brauche ich barrierefreie E-Mails, wenn ich nur an interne Mitarbeiter sende?

Ja. Auch interne E-Mails sollten barrierefrei sein. Auch wenn sich die rechtlichen Risiken von denen externer Marketingkampagnen unterscheiden mögen, ist Barrierefreiheit dennoch wichtig für die Mitarbeitererfahrung, Inklusion und den gleichberechtigten Zugang zu wichtigen Informationen:

  • Laut der Weltgesundheitsorganisation lebt weltweit etwa jeder Sechste mit einer erheblichen Behinderung. In einer digitalen Arbeitswelt bedeutet dies, dass manche Mitarbeiter eine Behinderung haben könnten, die sich darauf auswirkt, wie sie E-Mails lesen, verstehen oder mit ihnen interagieren;
  • Manche Behinderungen sind zudem unsichtbar oder werden erst später im Leben diagnostiziert, darunter Farbenblindheit, Legasthenie oder bestimmte kognitive und visuelle Beeinträchtigungen. Andere können vorübergehend sein, wie beispielsweise eine Überanstrengung der Augen, eine Verletzung oder die Genesung nach einer Operation.

Deshalb sollten interne E-Mails denselben Barrierefreiheitsgrundsätzen folgen wie externe E-Mails: klare Struktur, lesbares Design, beschreibende Links, aussagekräftiger Alt-Text und Inhalte, die gut mit assistiven Technologien funktionieren. Barrierefreie interne Kommunikation hilft allen, ohne zusätzlichen Aufwand die gleichen Informationen zu erhalten. 

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5. Gilt eine E-Mail im Nur-Text-Format als barrierefrei?

Nicht wirklich. E-Mails im Nur-Text-Format vermeiden einige häufige Probleme bei der Barrierefreiheit von E-Mails, die bei HTML-E-Mails auftreten, wie z. B. fehlerhafte Layoutstrukturen, Probleme mit Bildern wie fehlender Alt-Text oder schlecht programmierte Elemente.

Allerdings hat der Nur-Text-Format seine eigenen Einschränkungen:

  • absender haben wenig bis gar keinen Einfluss auf die visuelle Gestaltung, wie z. B. Schriftgröße, Schriftart, Textfarbe, Hintergrundfarbe oder Zeilenabstand. Diese Einstellungen hängen in der Regel vom E-Mail-Client, dem Gerät, der App und den Barrierefreiheits-Einstellungen des Empfängers ab. Und für Menschen mit kognitiven Einschränkungen kann ein langer Block unformatierten Textes schwieriger zu verarbeiten sein als eine gut strukturierte HTML-E-Mail;
  • sie können keine echten Überschriften, Schaltflächen oder formatierte Abschnitte hinzufügen, auf die sich manche Empfänger verlassen, um Inhalte schnell zu überfliegen. Links erscheinen oft als reine URLs statt als beschreibender Ankertext, was für Nutzer von Screenreadern verwirrend sein kann.
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